Die Preisbänder 2026 im Überblick
„Was kostet eine Website?“ Ehrliche Antwort: Kommt drauf an. Klingt nach Ausrede, ist aber so. „Website“ kann vom Selbstbau am Wochenende bis zum Agenturprojekt alles sein. Drei österreichische Anbieter haben 2026 eigene Marktübersichten veröffentlicht, und ihre Preisbänder decken sich weitgehend. Entscheidend ist eh nicht die Zahl am Angebot, sondern was drin ist und wer sich nachher kümmert.
| Modell | Einmalig | Laufend |
|---|---|---|
| Baukasten | 0 bis 600 € im ersten Jahr | 15 bis 60 € pro Monat – Sie bauen selbst |
| Freelancer | 1.500 bis 4.000 € | 20 bis 100 € pro Monat |
| Agentur, einfache Firmenwebsite | 3.000 bis 6.000 € | 50 bis 500 € pro Monat |
| Agentur, erweiterte Website | 6.000 bis 15.000 € | 150 bis 500 € pro Monat |
| Website im Abo | keine oder geringe Einrichtung | 69 bis 349 € pro Monat bei 12 bis 36 Monaten Laufzeit |
| Web Focus | keine Einmalgebühr | 190, 260 oder 890 € pro Monat, überschaubare Mindestlaufzeit |
Alle Beträge netto, zzgl. USt. Zur Einordnung: Freelancer verrechnen laut den Übersichten 60 bis 100 € pro Stunde, Agenturen 90 bis 180 €. Lassen Sie die Wartung extern machen, kostet das 50 bis 150 € pro Monat.
Was den Preis bestimmt
Ob eine Website 1.500 oder 15.000 € kostet, liegt weniger am Design, als man glaubt. Es sind eigentlich vier Fragen:
Umfang: Wie viele Seiten brauchen Sie? Eine Visitenkarte mit fünf Seiten ist halt etwas anderes als ein Auftritt mit eigener Leistungsseite je Standort und Fachgebiet.
Inhalte: Wer schreibt die Texte, wer liefert die Fotos? Agenturtexte und Fotoshootings sind oft der größte Posten.
Funktionen: Terminbuchung, Reservierung, Shop, Mehrsprachigkeit oder die Anbindung an Ihre Software kosten extra.
Betreuung: Was passiert nach dem Livegang? Wartung, Sicherheitsupdates, Änderungen, SEO: Beim Einmalpreis ist das selten dabei.
Bevor Sie ein Angebot einholen
Angebote können Sie nur vergleichen, wenn sie dasselbe beschreiben. Sonst vergleichen Sie Äpfel mit Birnen. Diese fünf Punkte gehören in jede Anfrage:
Welche Seiten brauchen Sie? Und welche Leistungen, Standorte oder Fachgebiete sollen eine eigene Seite bekommen?
Wer liefert Texte und Fotos, und wer schreibt, wenn sie fehlen?
Welche Funktionen sind Pflicht: Kontaktformular, Terminbuchung, Reservierung, Mehrsprachigkeit?
Was passiert nach dem Livegang? Wer kümmert sich um Wartung, Updates und Änderungen, und was kostet das pro Monat?
Wem gehören Domain und Inhalte, und was passiert am Ende der Zusammenarbeit?
Einmalig zahlen oder im Abo: die Rechnung über 24 und 36 Monate
Der Einmalpreis ist nur die halbe Rechnung. Jede Website kostet auch laufend etwas, nur steht das im Angebot selten ganz oben. Fair wird der Vergleich erst über die Zeit. Ich habe es deshalb für zwei und drei Jahre durchgerechnet: Einmalpreis plus Monatskosten, netto.
| Modell | 24 Monate | 36 Monate |
|---|---|---|
| Baukasten | 360 bis 2.040 € | 540 bis 2.760 € |
| Freelancer | 1.980 bis 6.400 € | 2.220 bis 7.600 € |
| Agentur, einfache Firmenwebsite | 4.200 bis 18.000 € | 4.800 bis 24.000 € |
| Agentur, erweiterte Website | 9.600 bis 27.000 € | 11.400 bis 33.000 € |
| Einstiegs-Abos anderer Anbieter | rund 1.850 bis 4.400 € | rund 2.800 bis 6.200 € |
| Web Focus „Sichtbarkeit“ | 4.560 € | 6.840 € |
| Web Focus „Anfragen“ | 6.240 € | 9.360 € |
Was heißt das jetzt? Über zwei Jahre kostet das Abo „Sichtbarkeit“ etwa so viel wie die günstigste Agentur-Website. Der Unterschied: Hosting, Wartung und Änderungen sind schon dabei, und Sie zahlen nichts vorab. Günstiger geht es mit Baukasten und Einstiegs-Abos, keine Frage. Dort bauen Sie aber selbst oder bekommen eine feste Seitenzahl ohne laufende Betreuung. „Anfragen“ enthält zusätzlich laufende SEO-Pflege und einen Monatsbericht.
Drei Betriebe, drei Rechnungen
Zahlen in Tabellen sind geduldig. Deshalb drei Beispiele, wie ich sie aus Erstgesprächen kenne. Die Beträge sind die Bänder von oben auf 36 Monate gerechnet, netto, und keine Angebote.
Friseursalon mit drei Leuten: Fünf Seiten, Öffnungszeiten, Preisliste, ein Link zur Terminbuchung. Mit einem Baukasten kommt die Inhaberin über drei Jahre auf 540 bis 2.760 €, wenn sie selbst baut und selbst pflegt. Beim Freelancer sind es 2.220 bis 7.600 €, bei uns im Tarif „Sichtbarkeit“ 6.840 €. Ehrlich gesagt: Wer Zeit und Lust hat, fährt mit dem Baukasten billiger. Die Frage ist halt, ob man am Sonntag Websites bauen will.
Installateur mit acht Leuten: Eigene Seiten für Bad, Heizung, Wartung und Notdienst, und die Website soll Anfragen bringen. Das ist die einfache Firmenwebsite von der Agentur: 4.800 bis 24.000 € über drei Jahre, SEO meist extra. Bei uns im Tarif „Anfragen“ 9.360 €, laufende SEO-Pflege und Monatsbericht sind dabei.
Ordination mit drei Ärztinnen: Seiten je Fachgebiet, Terminbuchung, Team. Am Markt ist das die erweiterte Website: 11.400 bis 33.000 € über drei Jahre. Bei uns je nach Umfang „Anfragen“ mit 9.360 € oder „Wachstum“ mit 890 € pro Monat, das sind 32.040 €. Welcher Tarif passt, hängt am Umfang, und den klären wir im Erstgespräch.
Was man an den drei Beispielen sieht: Das Abo ist nicht automatisch das Billigste. Es ist das Planbarste. Sie wissen am ersten Tag, was die Website in drei Jahren gekostet haben wird, und es kommt keine Rechnung nach, wenn sich die Öffnungszeiten ändern.
Worauf Sie bei Abo-Angeboten achten sollten
Wir haben uns im Oktober 2026 die Angebote von 16 österreichischen Abo-Anbietern angeschaut. Ob ein Abo günstig oder teuer ist, entscheidet sich an vier Punkten:
Einrichtungsgebühr: Sieben von 16 Anbietern verlangen eine, zwischen 150 und 3.200 €.
Mindestlaufzeit: Meist 12 oder 24 Monate, teils mit jährlicher Vorauszahlung. Fragen Sie nach, was nach der Laufzeit gilt.
Eigentum am Ende: Bei mehreren Anbietern kostet die Übernahme der Website Geld oder ist gar nicht vorgesehen. Klären Sie das vor dem Abschluss, nicht nachher: Was passiert mit Domain und Inhalten?
Änderungen: Oft sind nur ein bis vier Änderungen oder ein bis acht Stunden pro Monat dabei. Alles darüber wird nach Stunden abgerechnet.
Aus unserer Praxis
Eine Agentur aus Niederösterreich warnt in einem Beitrag vor Websites im Abo und rechnet vor: 400 € pro Monat über vier Jahre, macht 19.200 €, und am Ende gehört Ihnen nichts. Die Rechnung stimmt, für dieses Beispiel. Und sie zeigt ganz gut, worauf es ankommt. Bei uns gehören Domain und Inhalte vom ersten Tag an Ihnen. Eine Einmalgebühr gibt es nicht, und nach einer überschaubaren Mindestlaufzeit können Sie monatlich kündigen. Wenn Sie kündigen, übergeben wir Ihnen die fertige Website.
Und dann gibt es noch die andere Seite der Rechnung: Was bringt die Website? Eine Tischlerei aus Niederösterreich bekommt seit der laufenden Betreuung 17 statt 4 Anfragen pro Monat über die Website, ohne Werbebudget. Wo Ihre eigene Website steht, sagt Ihnen der kostenlose Website-Check innerhalb von 48 Stunden.
Quellen
- Drei Marktübersichten österreichischer Webagenturen zu Website-Kosten 2026, abgerufen am 18. August 2026
- Eigene Auswertung der veröffentlichten Preise von 16 österreichischen Abo-Anbietern, August 2026
- Preise von Web Focus: Stand Oktober 2026, siehe Webdesign im Abo