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Google Unternehmensprofil erstellen und pflegen

Ein Google Unternehmensprofil erstellen Sie kostenlos in sechs Schritten: Konto, Name, Kategorie, Adresse oder Einzugsgebiet, Kontaktdaten, Bestätigung. Die Prüfung dauert laut Google bis zu fünf Arbeitstage. Danach entscheidet die Pflege. Wer das nicht selbst machen will: Bei Web Focus aus Klosterneuburg bei Wien kostet die Einrichtung 390 € einmalig.

Warum das Profil vor der Website kommt

Ich sag’s gleich vorweg: Wer in Ihrer Gegend nach einem Installateur, einer Zahnärztin oder einem Wirtshaus sucht, sieht zuerst die Karte mit drei Einträgen. Erst darunter kommen die Websites. Wenn Ihr Betrieb dort nicht auftaucht oder mit falschen Öffnungszeiten drinsteht, hilft die schönste Website nix.

Das Gute daran: Das Profil kostet nichts und gehört Ihnen. Sie brauchen dafür keine Agentur. Sie brauchen eine halbe Stunde und danach ein bissl Disziplin.

In sechs Schritten zum Profil

  • Konto: Melden Sie sich mit einem Google-Konto an, das dem Betrieb gehört. Nicht mit dem privaten Konto vom Neffen, der das „schnell einmal macht“. Den Zugang brauchen Sie in fünf Jahren noch.

  • Name: Genau so, wie er am Türschild und auf der Rechnung steht. Google erlaubt keine Zusätze wie Slogans, Ortsnamen oder Leistungen im Namen. „Tischlerei Huber“ passt, „Tischlerei Huber – Küchen Wien günstig“ nicht.

  • Kategorie: So wenige wie möglich, dafür so genau wie möglich. Die Kategorie beschreibt, was Ihr Betrieb ist, nicht was er alles hat.

  • Adresse oder Einzugsgebiet: Kommen Kunden zu Ihnen, tragen Sie die Adresse ein. Fahren Sie zum Kunden, blenden Sie die Adresse aus und geben ein Einzugsgebiet an. Als Richtwert nennt Google rund zwei Autostunden um den Standort. Postfächer und virtuelle Büros sind nicht erlaubt.

  • Telefon, Website, Öffnungszeiten: Eine Nummer, unter der wirklich jemand abhebt, und die Zeiten, zu denen wirklich offen ist.

  • Bestätigung: Google will wissen, dass es Ihren Betrieb gibt. Welche Methode Sie bekommen, entscheidet Google: Telefon oder SMS, E-Mail, Video, Live-Videoanruf oder Postkarte.

bis zu 5 Arbeitstagedauert laut Google die Prüfung, nachdem Sie die Schritte zur Bestätigung abgeschlossen haben
14 Tagebraucht die Postkarte mit dem Code in den meisten Fällen; der Code gilt 30 Tage

Ein Tipp aus der Praxis: Ändern Sie während der Bestätigung weder Name noch Adresse noch Kategorie. Sonst passt der Code nicht mehr und Sie fangen von vorne an.

Welche Kategorie die richtige ist

Die Kategorie ist die wichtigste einzelne Einstellung im Profil, und bei der wird am meisten geraten. Zwei Faustregeln. Erstens: Die Hauptkategorie beschreibt den Betrieb als Ganzes. Ein Installateur mit Badstudio ist „Installateur“ und nicht „Badezimmerausstatter“, solang das Hauptgeschäft die Installation ist. Zweitens: Schauen Sie nach, was die drei Betriebe eingetragen haben, die bei Ihrer wichtigsten Suche oben in der Karte stehen. Das ist kein Abschreiben, das ist Marktbeobachtung.

Zusätzliche Kategorien nehmen Sie nur für Dinge, die Sie wirklich als eigenen Bereich anbieten. Fünf Kategorien, von denen vier nur halb stimmen, bringen nix.

Wo es bei der Bestätigung hakt

Die Bestätigung ist der Schritt, bei dem die meisten hängen bleiben. Nicht weil er schwer ist, sondern weil Google wenig erklärt. Das sind die fünf Fehler, die ich am öftesten sehe:

  • Es gibt schon ein Profil: Oft hat Google den Betrieb längst selbst angelegt, oder ein früherer Mitarbeiter hat es einmal gemacht. Suchen Sie zuerst in Google Maps nach Ihrem Firmennamen. Steht der Betrieb schon drin, beantragen Sie die Inhaberschaft und legen kein zweites Profil an. Doppelte Einträge machen nur Ärger.

  • Video in mehreren Teilen: Verlangt Google ein Video, dann in einem Stück, ohne Schnitt. Zeigen Sie zuerst die Umgebung mit Straßenschild oder Hausnummer, dann das Firmenschild, dann etwas, das nur Sie können: die Tür aufsperren, die Kassa, das Lager, das beschriftete Firmenauto.

  • Der Name am Schild passt nicht: Steht draußen „Huber Installationen“ und im Profil „Installateur Huber Wien“, wird es eng. Der Name im Profil muss der sein, den man vor Ort sieht.

  • Postkarte mehrmals angefordert: Jede neue Anforderung macht den alten Code ungültig. Wer nach zehn Tagen ungeduldig wird und noch einmal klickt, wartet wieder von vorne.

  • Adresse ungenau: In einem Haus mit mehreren Firmen gehören Stiege und Top dazu. Sonst landet die Postkarte beim Nachbarn oder gar nicht.

Und wenn es trotzdem nicht klappt? Dann nicht fünfmal neu probieren, sondern einmal sauber über die Hilfe von Google melden. Das dauert, aber es funktioniert.

Nach der Bestätigung: was zuerst hineingehört

Bestätigt heißt noch nicht fertig. Ein leeres Profil bringt wenig. Für den Anfang reichen diese fünf Dinge, in dieser Reihenfolge:

  • Leistungen: Tragen Sie jede Leistung einzeln ein, so wie Kunden danach suchen. „Thermenwartung“, nicht „Service“.

  • Beschreibung: Sie haben 750 Zeichen. Schreiben Sie in die ersten zwei Sätze, was Sie machen und wo. Links und Sonderangebote haben dort laut Google nichts verloren.

  • Fotos: Logo, ein Titelbild, dazu Außenansicht, Innenraum und zwei, drei Arbeiten. Mit dem Handy bei Tageslicht reicht völlig.

  • Attribute: Barrierefreier Eingang, Parkplatz, Kartenzahlung, Gastgarten. Das sind die Hakerl, nach denen Kunden filtern.

  • Termin- oder Buchungslink: Wenn man bei Ihnen online buchen oder reservieren kann, gehört der Link ins Profil.

Das ist eine Stunde Arbeit. Einmal. Danach geht es nur noch um die Pflege.

Was in Österreich gern vergessen wird

  • Feiertage: Der 26. Oktober, der 8. Dezember, Fronleichnam. Tragen Sie die Tage als besondere Öffnungszeiten ein, sonst steht jemand vor der zugesperrten Tür und schreibt Ihnen das dann in eine Bewertung.

  • Betriebsurlaub: Gleiches Spiel. Zwei Wochen im August zu? Eintragen.

  • Einheitliche Firmendaten: Name, Adresse und Telefonnummer sollten überall gleich sein: im Profil, auf der Website, im Impressum, bei Herold, im WKO Firmen A–Z, in Apple Maps und Bing. Unterschiedliche Angaben verwirren Kunden und Suchmaschinen.

  • Ein Profil pro Standort: Nicht eines pro Leistung. Wer Ordination und Wahlarzt-Praxis an einer Adresse führt, braucht deshalb kein zweites Profil.

Pflege: zehn Minuten im Monat reichen

Erstellen ist der kleinere Teil. Ein Profil wirkt nur, wenn es lebt. Für den Anfang reicht das hier:

  • Öffnungszeiten prüfen, vor allem vor Feiertagen und Urlaub.

  • Zwei, drei aktuelle Fotos hochladen: Team, Werkstatt, ein fertiges Projekt.

  • Einen kurzen Beitrag schreiben: ein Angebot, eine Neuigkeit, ein Einblick.

  • Auf jede neue Bewertung antworten, auch auf die guten. Wie das geht, steht im Artikel Google Bewertungen.

Was es kostet

Kosten des Google Unternehmensprofils: selbst machen oder betreuen lassen
VarianteKostenWas Sie dafür bekommen
Profil bei Google0 €Der Eintrag selbst ist kostenlos und gehört immer Ihnen
Selbst pflegenIhre ZeitRund zehn Minuten im Monat, wenn man dranbleibt
Web Focus: Audit bzw. Einrich­tung390 € einmaligBestehendes Profil prüfen oder neu anlegen und auf Stand bringen
Web Focus: Lokal-Paket190 € pro MonatProfil, monatliche Beiträge, Bewer­tungen und Verzeichnis­einträge laufend betreut

Alle Preise netto, zzgl. USt. Im Website-Abo halten wir ab dem Tarif „Anfragen“ die Grunddaten Ihres Profils aktuell; Beiträge, Bewertungen und Verzeichniseinträge gehören zum Lokal-Paket.

„Ich hab eh schon ein Profil“

Den Satz höre ich oft. Dann schauen wir gemeinsam rein, und meistens fehlt irgendwas: die Kategorie passt nicht, die Fotos sind von 2019, der Zugang liegt bei einem ehemaligen Mitarbeiter. Das ist kein Drama, das lässt sich an einem Nachmittag richten. Aber von selbst passiert es halt nicht.

Wenn Sie wissen wollen, wie Ihr Auftritt insgesamt dasteht, also Profil und Website zusammen: Der kostenlose Website-Check liefert innerhalb von 48 Stunden einen Kurzbericht als PDF.

Quellen

  1. Google, Hilfe zum Unternehmensprofil: Richtlinien für die Darstellung Ihres Unternehmens auf Google, abgerufen am 17. August 2026
  2. Google, Hilfe zum Unternehmensprofil: Unternehmen bei Google bestätigen, abgerufen am 17. August 2026
  3. Preise von Web Focus: Stand Oktober 2026, siehe Google Unternehmensprofil

Häufige Fragen zum Erstellen des Google Unternehmensprofils

Nein. Der Eintrag bei Google ist kostenlos und gehört immer Ihnen. Kosten entstehen nur, wenn Sie Einrichtung oder Pflege abgeben: Bei Web Focus kostet Audit bzw. Einrichtung 390 € einmalig und das Lokal-Paket 190 € pro Monat, jeweils zzgl. USt.

Nach Abschluss der Bestätigung prüft Google die Angaben; das dauert laut Google bis zu fünf Arbeitstage. Kommt der Code per Postkarte, ist sie in den meisten Fällen innerhalb von 14 Tagen da.

Nicht unbedingt. Betriebe, die zum Kunden fahren, blenden die Adresse aus und geben stattdessen ein Einzugsgebiet an. Postfächer und virtuelle Büros lässt Google nicht zu.

Nein. Das Profil ist oft der erste Eindruck, die Website überzeugt im zweiten Schritt. Am besten wirkt beides zusammen: einheitliche Angaben im Profil, auf der Website und in Verzeichnissen.

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