Worum es eigentlich geht
Keyword-Recherche klingt nach Fachgebiet. Ist es eigentlich nicht. Es geht um eine einzige Frage: Was tippen Ihre Kunden bei Google ein, bevor sie bei Ihnen anrufen?
Und da liegt der Fehler meistens schon am Anfang. Betriebe schreiben in ihrer eigenen Sprache. Der Installateur schreibt „Sanitärinstallationen“. Der Kunde tippt „Wasserhahn tropft“. Beide meinen dasselbe, aber Google bringt sie so nicht zusammen.
Vier Schritte, eine halbe Stunde
Zuhören: Schreiben Sie auf, wie Kunden am Telefon ihr Problem beschreiben. Wörtlich. Das sind Ihre besten Suchbegriffe, und die kosten nix.
Bei Google nachschauen: Tippen Sie den Begriff ein und warten Sie. Die Vorschläge unter dem Suchfeld und der Block „Ähnliche Fragen“ zeigen, wonach andere wirklich suchen.
Zahlen prüfen: Im Keyword-Planer von Google sehen Sie, wie oft ein Begriff im Monat gesucht wird. Das Werkzeug ist kostenlos, Sie brauchen nur ein Google-Ads-Konto. Eine Kampagne müssen Sie dafür nicht schalten.
Zuordnen: Jeder Begriff bekommt eine Seite. Nicht zehn Begriffe auf die Startseite, sondern ein Thema pro Seite.
Wenn Ihre Website schon länger online ist, haben Sie noch eine Quelle. Im Leistungsbericht der Search Console steht, mit welchen Suchanfragen Sie heute schon gefunden werden. Wie Sie den lesen, steht im Artikel zur Google Search Console.
Drei Arten von Suchbegriffen
Nicht jeder Begriff ist gleich viel wert. Der Unterschied liegt darin, was die Person gerade vorhat.
| Art | Beispiel | Wohin damit |
|---|---|---|
| Auftrag | „Installateur Tulln Notdienst“ | Leistungsseite oder Startseite, mit Telefonnummer ganz oben |
| Vergleich | „Gastherme tauschen Kosten“ | Eigene Seite oder Ratgeber-Artikel mit Preisrahmen |
| Frage | „Heizkörper wird nicht warm“ | Ratgeber-Artikel, der das Problem erklärt |
| Laufende SEO-Pflege von Web Focus | Recherche und Zuordnung der Suchbegriffe | ab dem Tarif „Anfragen“, 260 € pro Monat |
Die erste Art bringt die Anfragen. Wer „Notdienst“ tippt, will heute jemanden haben. Da müssen Sie zuerst gefunden werden. Die anderen zwei bringen Leute, die noch überlegen. Auch gut, aber das kommt danach.
Der Ort gehört dazu
Für einen Betrieb mit festem Einzugsgebiet ist der Ort das wichtigste Wort. „Friseur“ suchen in Österreich sehr viele Leute. Davon haben Sie nix, wenn Ihr Salon in Korneuburg steht. „Friseur Korneuburg“ suchen viel weniger, aber die kommen wirklich.
Schreiben Sie den Ort also dazu. In die Überschrift, in den Seitentitel und in den Text. Mehr zur Suche in der Umgebung steht im Artikel über lokale SEO.
Ein Beispiel zum Mitrechnen
Nehmen wir einen Malerbetrieb. Der Begriff „Maler“ allein wird sehr oft gesucht, dahinter stecken aber auch Leute, die einen Kunstmaler meinen. „Wohnung ausmalen Kosten“ wird viel seltener gesucht. Wer das tippt, hat aber eine Wohnung und will sie ausmalen lassen.
Sagen wir, der zweite Begriff bringt 40 Besucher im Monat, und zwei davon fragen an. Das sind 24 Anfragen im Jahr von einer einzigen Seite. Für einen kleinen Betrieb ist das viel.
„Und was ist mit den großen Begriffen?“
Die lassen Sie am Anfang liegen. Um „Versicherung“ oder „Hotel Wien“ streiten sich Konzerne mit eigenen Abteilungen. Da kommen Sie mit einer kleinen Website nicht hin, und das müssen Sie auch nicht.
Lieber bei zehn kleinen Begriffen vorne als bei einem großen auf Seite sieben. Die Texte dazu müssen dann halt auch passen. Wie das geht, steht im Artikel Website-Texte schreiben.
Quellen
- Google Ads-Hilfe: Keyword-Planer, abgerufen am 10. September 2026
- Search Console-Hilfe: Leistungsbericht (Google-Suchergebnisse), abgerufen am 10. September 2026
- Google Search Central: Startleitfaden zur Suchmaschinenoptimierung, abgerufen am 10. September 2026
- Preise von Web Focus: Stand Oktober 2026, siehe SEO Betreuung