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Der KI-Modus von Google: was Betriebe wissen müssen

Den KI-Modus gibt es in Österreich seit 8. Oktober 2025. Anders als die Übersicht mit KI, die nur bei manchen Suchen über den Treffern erscheint, ist er ein eigener Bereich: Google schreibt eine ausführliche Antwort mit Links und lässt Rückfragen zu. Eine eigene Optimierung verlangt Google nicht; entscheidend ist, dass Ihre Seiten einzelne Fragen klar beantworten.

Zwei KI-Funktionen, die oft verwechselt werden

Wenn ich mit Kunden über „die KI bei Google“ rede, meinen wir oft zwei verschiedene Dinge. Das eine ist die Übersicht mit KI, früher AI Overviews genannt: der Kasten, der bei manchen Suchen über den normalen Treffern auftaucht. Was der für Betriebe bedeutet, habe ich im Artikel Google AI Overviews in Österreich beschrieben.

Das andere ist der KI-Modus. Der startete laut Google am 8. Oktober 2025 in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Man erreicht ihn über die Google-Startseite, über einen eigenen Reiter auf der Ergebnisseite und in der Google-App. Und dort ist alles anders: keine Liste mit zehn blauen Links, sondern eine ausführliche Antwort, in der Links zu Websites eingebaut sind. Dazu kann man nachfragen, wie in einem Gespräch.

Übersicht mit KI und KI-Modus im Vergleich
MerkmalÜbersicht mit KIKI-Modus
WoÜber den normalen SuchtreffernEigener Bereich, eigener Reiter
WannNur wenn Google sie für sinnvoll hältWenn jemand den KI-Modus wählt
Gedacht fürSchnelle Zusammen­fassungLängere Fragen, Vergleiche, Recherche
RückfragenNeinJa, im selben Verlauf
EingabeSuchanfrageText, Sprache, Kamera oder hochgeladenes Bild

Die Übersicht mit KI ergänzt also die klassische Suche. Der KI-Modus ersetzt sie für den Moment, in dem jemand ihn benutzt. Das ist der Unterschied, um den es in diesem Artikel geht.

Wie der KI-Modus eine Frage zerlegt

Google beschreibt die Technik dahinter offen: Der KI-Modus teilt eine Frage in Unterthemen auf und stellt im Hintergrund mehrere Suchanfragen gleichzeitig. Google nennt das Query Fan-out. So findet er laut eigener Dokumentation eine größere und vielfältigere Auswahl an Links als eine klassische Suche.

Ein Beispiel. Jemand tippt: „Ich will mein Bad in Klosterneuburg umbauen lassen, mit bodengleicher Dusche. Was kostet das ungefähr, wie lange dauert es und wer macht so was in der Gegend?“ Früher hätte er dafür drei oder vier Suchen gebraucht. Im KI-Modus ist es eine Frage, aus der Google selbst die Teilfragen macht: Kosten, Dauer, bodengleiche Dusche, Betriebe in der Region.

Für Sie heißt das: Ihre Website kann für eine einzelne Teilfrage als Quelle auftauchen, auch wenn sie nicht die ganze Frage beantwortet. Eine Seite, die klar sagt, wie lange eine Badsanierung bei Ihnen typischerweise dauert, hat da eine echte Chance. Eine Seite mit „Wir machen Bäder, rufen Sie an“ nicht.

Was sich für Klicks und Anfragen ändert

8. Oktober 2025startete der KI-Modus laut Google in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Suchtyp „Web“darin zählt die Google Search Console Klicks aus den KI-Funktionen mit, ohne sie getrennt auszuweisen

Jetzt zur Frage, die alle stellen: Kriegen wir weniger Klicks? Eine belastbare Zahl dazu für österreichische Betriebe kenne ich nicht, und eine erfundene liefere ich Ihnen nicht.

Was man sagen kann: Im KI-Modus steht die Antwort schon da, bevor jemand auf eine Website geht. Geklickt wird dann, wenn jemand mehr wissen will, einer Quelle nicht ganz traut oder bereit ist, anzufragen. Google selbst schreibt, dass Klicks von Ergebnisseiten mit KI-Übersichten von höherer Qualität seien und Besucher eher länger auf der Website bleiben. Das ist Googles Einschätzung, keine unabhängige Messung, aber die Richtung deckt sich mit dem, was ich in der Praxis sehe: Wer klickt, will meistens wirklich etwas.

Messen können Sie das nur indirekt. In der Google Search Console stecken die Klicks aus dem KI-Modus im Suchtyp „Web“, sie werden nicht eigens ausgewiesen. Wie Sie die Search Console einrichten, steht im Artikel Google Search Console einrichten. Für Anfragen und Anrufe empfiehlt Google zusätzlich ein Analysewerkzeug; welche Zahlen dort zählen, steht unter Google Analytics verstehen.

Was Sie jetzt tun können

Die gute Nachricht vorweg: Google sagt ausdrücklich, dass es keine zusätzlichen Anforderungen gibt, um im KI-Modus zu erscheinen. Keine eigene Datei, kein spezielles Markup. Die Seite muss indexiert sein und als Snippet angezeigt werden dürfen. Der Rest ist solide Arbeit an den Inhalten:

  • Eine Seite pro Leistung: mit Ablauf, Dauer und Preisrahmen. Genau diese Teilfragen zerlegt der KI-Modus. Wie das aussieht, steht im Artikel Die Leistungsseite aufbauen.

  • Fragen in Textform beantworten: Was im Bild oder in einem PDF steckt, ist für die KI schwerer zu verwenden. Häufige Fragen gehören als Text auf die Seite, siehe FAQ-Seiten, die von KI zitiert werden.

  • Unternehmensdaten aktuell halten: Google nennt das selbst als Empfehlung. Adresse, Öffnungszeiten und Leistungen im Unternehmensprofil gehören dazu, auch die Beiträge im Profil.

  • Strukturierte Daten passend einsetzen: Sie ersetzen keinen guten Text, helfen aber, ihn einzuordnen. Mehr im Artikel Strukturierte Daten.

  • Den Googlebot nicht aussperren: robots.txt und Einstellungen beim Hoster dürfen das Crawling nicht blockieren. Was es mit den anderen KI-Crawlern auf sich hat, steht unter robots.txt und KI-Crawler.

Wer seine Inhalte nicht in den KI-Antworten sehen will, kann das mit den Vorschau-Einstellungen „nosnippet“, „data-nosnippet“ und „max-snippet“ einschränken. Das gilt aber für die Suche insgesamt, also auch für die normalen Snippets. Für einen Betrieb, der Kunden sucht, ist das selten eine gute Idee.

„Dann braucht ja bald keiner mehr eine Website“

Den Satz höre ich seit dem Start des KI-Modus öfter. Ich sehe das umgekehrt. Der KI-Modus schreibt seine Antworten aus Websites zusammen und verlinkt sie. Wer keine Seite hat, die eine Frage beantwortet, kann auch nicht als Quelle auftauchen. Die Website wird nicht unwichtiger, sie muss nur genauer werden.

Was sich ändert: Die Seite, auf der jemand landet, muss sofort halten, was die Antwort versprochen hat. Preisrahmen, Ablauf, Kontakt, alles sichtbar. Denn wer aus dem KI-Modus kommt, hat die Grundlagen schon gelesen und will jetzt den nächsten Schritt machen.

Wie das Ganze bei ChatGPT, Perplexity und Gemini aussieht, steht in den Artikeln Wie kommt mein Unternehmen in die Antworten von ChatGPT? und In Perplexity und Gemini gefunden werden. Den Überbegriff dafür erklärt Was ist GEO?. Und wenn Sie wissen wollen, wo Ihr Betrieb in KI-Antworten heute steht: Der KI-Sichtbarkeits-Check von GEO & KI Sichtbarkeit kostet 1.490 € einmalig.

Quellen

  1. Google Search Central: KI-Funktionen und Ihre Website, abgerufen am 16. Oktober 2026
  2. Google Deutschland: Der KI-Modus startet in Deutschland, Österreich und der Schweiz, 8. Oktober 2025
  3. Preise von Web Focus: Stand Oktober 2026, siehe GEO & KI Sichtbarkeit

Häufige Fragen zum KI-Modus von Google

Laut Google seit 8. Oktober 2025, gleichzeitig mit Deutschland und der Schweiz. Er ist über die Google-Startseite, einen Reiter auf der Ergebnisseite und die Google-App erreichbar.

Die Übersicht mit KI erscheint nur bei manchen Suchen über den normalen Treffern. Der KI-Modus ist ein eigener Bereich mit ausführlicher Antwort, Links und der Möglichkeit, nachzufragen.

Laut Google gibt es keine zusätzlichen Anforderungen. Die Seite muss indexiert sein und als Snippet erscheinen dürfen. Hilfreich sind klare Antworten auf einzelne Fragen, aktuelle Unternehmensdaten und passende strukturierte Daten.

Nicht getrennt. In der Google Search Console sind die Klicks im Suchtyp „Web“ enthalten und werden nicht eigens ausgewiesen.

Ja, mit den Vorschau-Einstellungen nosnippet, data-nosnippet oder max-snippet. Diese wirken aber auf die ganze Google Suche, also auch auf die normalen Snippets.

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